Brücke über die Iser
Der Fluss Iser, der nur ein paar Kilometer vom Berg Tafelfichte (Smrk) entfernt seine Quelle hat, gab dem gesamten Isergebirge seinen Namen. Die Brücke über den Lauf entstand am Weg zwischen Klein Iser und dem schlesischen Teil des Gebirges den Erzählungen nach schon im 16. Jahrhundert, als hierher angeblich verfolgte Religionsflüchtlinge aus Böhmen flüchteten. Über die mehrmals renovierte Holzbrücke gingen später Bergbewohner aus Karlsthal nach Horní Polubní in die Kirche zur Messe. 1901 ließen Wanderer aus dem Deutschen Gebirgsverein für den Jeschken und das Isergebirge und der Deutsche Riesengebirgsverein vom Baumeister A. Dähmel aus Jelená Hora eine neue Stahlbetonbrücke über die Iser errichten, Es handelte sich um ein für seine Zeit sehr kühnes Bauwerk, da es eine der ersten Stahlbetonbrücken in Schlesien war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Weg geschlossen und die Brücke eingezäunt; der endgültige Untergang der Brücke ist unbekannt, nach einer Version wurde sie 1982 gesprengt, eine andere Version laurtet, dass sie von einem Hochwasser beschädigt und dann davon geschwemmt wurde.
2000 haben sich Vertreter aus Wurzelsdorf (Koøenov) und aus dem heute polnischen Oberschreiberhau (Szklarska Porêba) darauf verständigt, dass die Brücke über die Iser erneuert werden muss und ein neuer Fußgängerüberweg zur Verbindung beider Orte gebaut werden soll; zwei Jahre später planten die Architekten Czajkowski und Stachura aus Breslau (Wroc³aw) schließlich eine Brücke in Form einer Replik der ursprünglichen Stahlbetonbrücke, die allerdings aufgrund nicht ausreichender finanzieller Mittel nicht realisiert wurde. 2005 wurden die beiden Iserufer durch einen hübschen Holzsteg miteinander verbunden, der mit einer Figur des heiligen Nepomuk geschmückt wurde; im Sommer desselben Jahres wurde hier feierlich der Fußgängerüberweg eröffnet.
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