Die Iser-Magistrale für Wanderungen

Das Moor Lauer (Na Čihadle)

Eines der bekanntesten Isergebirgsmoore, das schon seit 1960 unter Naturschutz steht. Es befindet sich im flachen Bergsattel (975 m) genau an der Wasserscheide zwischen der Ost- und der Nordsee. Aus dem Moor entspringt einer der Zuflüsse des Černý Potok (nach Norden) und des Flüsschens Jedlová (nach Süden). Den Namen bekam es von den Vogeljägern, die hier Zugvögel fingen.

Das Moor Lauer gehörte wegen seiner Lage mitten im Fichtenwald zu den schönsten Hochmooren im Isergebirge, heute wird seine Schönheit ein wenig von der Austorfung und langsam wieder bewachsenen Umgebung eingeschränkt, was auch dazu führt, dass die Moorteiche austrocknen. Am Aussehen des Reservats selbst hat sich aber nicht verändert, hier sind die typische Fauna und Flora bis heute erhalten geblieben. 2000 wurden in der Umgebung Tausende neue Bäume gepflanzt. In Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Naturschutzgebietes Isergebirge und der Stiftung zur Erhaltung und Rettung des Isergebirges wurde hier ein neuer hölzerner Aussichtsturm mit Grundinformationen zum Hochmoor errichtet.

Mit dem Moor sind auch viele verschiedene Isergebirgssagen verbunden. Bekannt ist die Legende über den bösen Glöckner von Hejnice, dessen Sünden damals die Glocken verstummen ließen. Die Glocken wurden erst vom Henker entzaubert, der mit großer Mühe einen schwarzen Hahn zum Lauermoor hinschleppte – die verfluchte Seele des Glöckners – und sie mit einem Zauberspruch ins bodenlose Moor warf. Die Bodenlosigkeit des Lauermoores belegt auch eine andere Legende, der zufolge einem der hiesigen Holzfäller seine Axt mit seinen Initialen hinein gefallen sein soll; dieselbe Axt wurde nach einer gewissen Zeit von Fischern aus einem Teich in Schlesien herausgefischt. In Wirklichkeit beträgt die Tiefe des Moors höchstens 4 m.

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Bilder aus der Galerie Das Torfmoor an den Tschihandelteichen
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