Die Iser-Magistrale für Wanderungen

(Hemmrich) Oldøichovské sedlo

Oldøichovské sedlo (478 m) ist ein wichtiges Verbindungsglied zwischen dem Reichenberger und dem Friedländer Gebiet. Seit Jahrhunderten führt hier ein Weg entlang und seit Mitte des 19. Jahrhunderts führt unter dem Sattel auch ein Tunnel mit einer Eisenbahnlinie hindurch. Der Bergsattel, über den der Wall der Isergebirgshügel bezwungen wurde, spielte bei den regelmäßigen Pilgerzügen von Reichenberg nach Haindorf eine wichtige Rolle.

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Bilder aus der Galerie (Hemmrich) Oldøichovské sedlo
Bilder aus der Galerie (Hemmrich) Oldøichovské sedlo
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Für diese Stelle und die nächste Umgebung wird meistens der altertümliche Name Hemmrich verwendet, der daran erinnert, dass hier früher dieser Wilderer gelebt hat. Der Hemmrich war mehrere Jahrhunderte lang ein gefürchteter Ort – dichte Wälder, wilde Felsenlabyrinthe und Wanderer zogen Räuber an. In den Wäldern trieb sich im Mittelalter neben den Räubern von der Felsenburg auch Petr Vorbach mit seinen Kumpanen herum. Die Prozessionen, die nach Haindorf zogen, fürchteten sich im Wald noch Mitte des 19. Jahrhunderts vor dem Räuberhauptmann Filip Krause. Im 19. Jahrhundert grassierte in der Umgebung von Buschullersdorf auch der Seifertsdorfer Räuber Kühnel, ein sehr markanter Krimineller des östlichen Lausitzer Gebirges, der gerade hier geschnappt wurde. Noch 1849 zog es die „Libereètí šibenièníci“ nach Hemmrich auf Beutezug – eine Räuberbande, die Reisende überfiel.

Heute herrscht Ruhe im Tal, an der höchsten Stelle stehen ein gewaltiges Kreuz auf einem Granitvorsprung, ein Wartehäuschen und die Raststätte Hausmanka (eher bekannt als U Kozy, das ursprüngliche Gebäude war ein Forsthaus, in dem noch viele Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg der Förster Franz Hausmann, eine sehr bekannte Persönlichkeit dieses Teils der Berge, mit seiner Frau wohnte). Der Sattel mit dem kleinen Parkplatz ist heute ein sehr beliebter Ausgangspunkt nicht nur zu den Isergebirgsfelsen, es beginnt hier auch der bei Radfahrern so beliebte Vinièná Weg, der sich sozusagen auf der Oberfläche der Nordhänge der Berge bis nach Ferdinandstal windet.