Die Iser-Magistrale für Wanderungen

Felsenburg (Skalní hrad)

Ein gewaltiger Granitfelsen (600 m), auf dem man bis heute die in Stein gemeißelten Spuren für die aus Balken bestehenden Fundamente des ehemaligen Wärterhäuschens sehen kann, das hier im Mittelalter stand. Hier stand ein Kastell, das den Weg aus Reichenberg in die Friedländer Herrschaft schütze. Die mittelalterliche Besiedlung des Felsens wurde durch archäologische Forschungen mit Keramikfunden und Bruchstücken von Waffen bewiesen. Die Holzfestung brannte höchstwahrscheinlich ab.

zufällige Bilder aus der Galerie Felsenburg (Skalní hrad) »

Alten Geschichten nach bemächtigten sich Räuber später dieser Stelle. Einmal entführte der Anführer der Räuber bei einem Überfall ein schönes Mädchen; dieses musst dann viele lange Jahre mit dem Räubergesindel zusammenleben und oft zu Fuß, beobachtet von einem der Wegelagerer, nach Friedland gehen, um Vorräte zu holen. In der Stadt begegnete sie dann einem Ritter, verliebte sich in diesen und beschloss, die Räuberbande der Gerechtigkeit zu übergeben. Den Weg zurück markierte sie unauffällig mit Mohnsamen - den daraus gewachsenen Blüten folgte dann eine Friedländer Einheit und nahm die Festung in den Felsen ein. Das Mädchen hat allerdings die Liebe nicht mehr erlebt – als die bewaffnete Einheit zur Burg zog, bemerkte der Bandenführer ihren Verrat und jagte sie in die Felsen. Als sie sich am Rand des Granitplateaus befand, rutschte sie aus und stürzte in die Schlucht. Diese Stelle wird seitdem „Jungfrauensprung“ genannt.