Die Iser-Magistrale für Wanderungen

Olbersdorf (Albrechtice u Frýdlantu)

Durch dieses Dorf, das sich an beiden Seiten des Bergsattels befindet, führt die Hauptstraße zwischen Reichenberg und Friedland; an der Straße befindet sich im unteren Teil ein interessantes Denkmal einer alten Wegemarkierung – der Granitmeilenstein Nr. 20 in Obeliskenform. Albrechtsdorf wird 1381 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. An der höchsten Stelle befindet sich die Barockkapelle des Heiligen Nepomuk mit Glöckchen, die 1729 errichtet wurde. In Albrechtsdorf endet die Isermagistrale für den Wandertourismus, aber der Neue Kammweg führt weiter nach Hrádecká in Richtung Lysý vrch (643 m), an dessen Fuße sich noch nach dem Zweiten Weltkrieg das Dorf Hohenwald (Vysoký) befand.

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Eine alte Legende berichtet, dass sich Katharina von Redern mit ihren Jägern um 1600 gerade hierher begeben und dieser Ort so beeindruckt hat, dass sie beschloss, an der Stelle, an der nur Kohlenmeiler der schmutzigen Köhler standen, ein Gebirgsdorf zu gründen. Sie ließ sich einen gewissen Baumeister aus dem nahen Neudorf (Nová Ves) kommen und schloss mit diesem einen Vertrag ab. Diesem Vertrag zufolge sollten auf Wunsch der Gräfin die ersten 13 Holzhütten gebaut werden. Aber wie es bei der Gräfin Katharina von Redern so üblich war, war sie mit der Arbeit des Baumeisters nicht zufrieden und wollte den armen Mann natürlich nicht auszahlen. Dieser hat aus Ohnmacht und Traurigkeit Selbstmord begangen. Der Schatten des Selbstmordes hat dieses Dorf, das nach den umliegenden uralten Wäldern Hohenwald genannt wurde, für immer gezeichnet und sich bis zu seinem traurigen Ende gehalten. Hohenwald war aufgrund seiner Abgelegenheit das Heim vieler Wilderer und Schmuggler. Dessen Sehenswürdigkeit – übrigens bis heute als Ruine erhalten – ist die Steinwindmühle (vìtrný mlýn), die 1830 unterhalb des Gipfels des Lysý vrch von Adolf Zueckler erbaut wurde. Gemahlen wurde hier nicht lange, denn Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier ein Gasthaus eingerichtet. Die Ruine der Mühle ist zusammen mit den beiden letzten Häusern die einzige Hinterlassenschaft des untergegangenen alten Dorfes. Das Aussehen dieses interessanten Ortes auf dem Hügel wird allerdings von Windkraftanlagen und Telekommunikationsmasten bestimmt.