Die Iser-Magistrale für Wanderungen

Die zehn Gebote des Isertouristen

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Bilder aus der Galerie Klein Iser (Jizerka)
Bilder aus der Galerie Siebengiebel
Bilder aus der Galerie Die Felsen im Isergebirge

„Die Reinigung des Fußes mit Rum oder Roggenschnaps stärkt für den weiteren Weg. Blasen an den Füßen schneiden wir nicht auf, sondern wir ziehen einen Faden hindurch; verletzte Füße schmieren wir mit Hirschtalg ein. Gegen den sog. „Muskelkater“ ist der Talg und das Waschen mit kühlem Wasser das beste Mittel.“

Ferdinand Thomas – Tannwalder Heimatkundelehrer, 1887.


1. Zieh´ dich für die Wanderung richtig an und bei der Wahl der Schuhe denke daran, dass du - obwohl ein großer Teil der Magistrale über weiche Waldwege führt – auch oft auf harten Wegen gehst oder im Gegenteil durch sumpfiges Gelände. Ideal sind leichtere wasserundurchlässige Schuhe.

2. Kaufe dir eine gute Landkarte und plane im Voraus, welchen Teil der Magistrale du begehen willst.

3. Das Isergebirge ist ein nordisches Gebirge, was die Häufigkeit des Regens betrifft. Vergiss´ nicht, einen Regenmantel einzupacken; Isergebirgsbewohner schämen sich nicht mal für einen Regenschirm.

4. Auf längere Touren geh´ in Gruppen von min. drei Personen. Bei einem Unfall können immer zwei den Dritten in Sicherheit bringen oder einer kann beim Betroffenen bleiben, während Zweite Hilfe holt.

5. Geh´ nur auf den markierten Wanderwegen, die die Magistrale bilden. Bei schlechter Sicht kannst du dich in einigen Abschnitten auch nur nach den Stangenmarkierungen orientieren.

6. Von fast allen Stellen im Isergebirge ist es möglich, innerhalb von zwei Stunden die Zivilisation wieder zu erreichen, trotzdem solltest du nicht die Möglichkeit unterschätzen, dich in irgendein entlegenes Gebiet zu verirren, z. B. in den Oberlauf der Iser.

7. Im Isergebirge wirst du nicht verhungern, es gibt hier ein dichtes Netz an Imbissmöglichkeiten und dies am Tag und auch auf den Kämmen. Auch vor dem Durst brauchst du dich nicht fürchten, Wasser gibt’s im Isergebirge fast an jeder Ecke.

8. Schütze die Natur der Berge – auch im Isergebirge gilt die alte Grundregel, dass man das, was man in die Berge bringt, im Rucksack auch wieder mitnimmt.

9. Fürchte dich nicht vor den Isergebirgsmooren, sie sind nicht unendlich tief und bis jetzt ist auch noch niemand darin umgekommen; beschädige sie aber nicht mit deinen Schritten und auch nicht mit dem Abreißen von Pflanzen und Zwergkiefern.

10. Bei Gefahr, Bedrohung oder Bedrängnis solltest du nicht zögern, den Bergdienst zu kontaktieren.