Kommt, setzen wir uns für eine Weile in die Zeit zurück, als die Wanderer noch zu Fuß und besonnen über unsere Berge gingen; langsam bewegten sie sich auf den Bergwegen, beobachteten die Schönheit der Landschaft von den Aussichtspunkten mit den eisernen Geländern oder von soliden, aus Stein gebauten Aussichtswarten aus. Gehen wir zurück in die Zeit, als das Pilgern entlang des Kammwegs noch eine edle Beschäftigung empfindsamer und aufmerksamer Menschen war.
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Die zehn Gebote des Isertouristen
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Schon vor einem Jahrhundert galt das heutige Gebiet der Region Reichenberg (Liberec) und auch der gesamte tschechische
Teil der Euroregion Neiße als Wanderparadies, in das nicht nur Besucher aus ganz Tschechien oder den anliegenden Gebieten
Oberlausitz und Niederschlesien zur Erholung und zum Kennenlernen kamen - auch aus Prag, Dresden oder Berlin kamen die
Touristen hierher. Und eben hier entstand Anfang des 20. Jahrhunderts der berühmteste und längste Kammweg - der Blaue
Kammweg (Modrá Høebenovka), der die einzelnen Bergkämme miteinander verbindet. In seiner höchsten Blütezeit verband er
die östlichsten Zipfel des Erzgebirges mit dem Gipfel des Altvaters (Pradìd) wobei er über die Elbsandsteine, das Lausitzer
und das Isergebirge, das Riesengebirge, das Adlergebirge und das Gesenke (Ostsudeten) führte. Der Isergebirgs-Anteil des
Kammwegs - heute Iser-Magistrale für den Wandertourismus genannt - war einer der ersten und beliebtesten Teilstücke dieses
berühmten Weges. Die Magistrale geht ihrer Entstehungsidee nach zurück in ihre enthusiastischen Jahre zu Beginn des 20.
Jahrhunderts, deshalb ist sie ausschließlich für den Wandertourismus bestimmt.
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